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Top-Themen aus dem Heft
Mannschaftsspiel
Ist der Gasmarkt ein neues Standbein für den Energiehändler? Liegt die Zukunft flüssiger Brennstoffe im Bio? Was bringt die neue Norm für Holzpellets? Sind Mikro-KWK und ölbetriebene Wärmepumpe erfolgversprechende Techniken? Und wie vermeidet der Unternehmer Forderungsausfälle? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten die rund 250 Teilnehmer auf der gemeinsamen Verbändetagung von BBMV, gdbm Nord und VEH in Würzburg.
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„Bio“ – Wohin geht die Reise?
„Die Zukunft der flüssigen Brennstoffe liegt im Bio!“ So der Titel einer Podiumsdiskussion auf dem Verbändekongress von BBMV, gdbm Region West und VEH am 9. Juli in Würzburg. Doch zwischen gemeinsamem Wollen und der praktischen Umsetzung liegt noch ein ganzes Stück Arbeit. Das zeigten die Meinungen der Diskussionsteilnehmer.
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Korrelation zwischen Labortests und Praxis bei der Untersuchung von Metallbearbeitungsölen
Im Rahmen einer Produktentwicklung werden unterschiedlich additivierte nicht-wassermischbare Kühlschmierstoffe labortechnisch und praktisch (bei Verschleiß-Messungen) untersucht. Von den Laboruntersuchungen war nicht nur eine Abschätzung der Schmierstoff-Eigenschaften (unter bestimmten Bedingungen) erwartet worden, sondern auch eine gewisse Korrelation zur Praxis.
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Newsletter 2010-01 > Heizöl im Jahr 2009 günstiger als 2008 - BRENNSTOF... [1/2] Nächste Seite
Heizöl im Jahresdurchschnitt 45 Prozent günstiger als 2008 - BRENNSTOFFSPIEGEL-Energiemarkttrend für Deutschland, Dezember 2009

LEIPZIG (Ceto). – Gestützt von kalter Witterung, steigenden Börsenkursen, spekulativen Anlegern, aufkeimenden Konjunkturhoffnungen und gesunkenen Vorratsmengen in den USA strebten die Rohölnotierungen bis Ende Dezember der 80-Dollar Marke zu, um schließlich am 4. Januar 2010 an der New Yorker NYMEX deutlich über 81 Dollar pro Barrel zu springen und in London die 80 Dollar klar zu überwinden.
Gleichzeitig steigt das Ölangebot. Der inzwischen weltgrößte Ölproduzent Russland förderte 2009 rund 9,925 Mio. Barrel Rohöl pro Tag. Und es wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet. Auch die OPEC legte zu und übertraf die vereinbarte Fördermenge um 1,77 Mio. Barrel pro Tag.
Damit verlief die Entwicklung völlig anders als 2008, als die Preise nach ihrem historischen Hoch von knapp 150 Dollar pro Barrel von Anfang Juli bis zum Jahresende rapide sanken.
2009 schaukelte sich der Ölpreis von seinem Tief im Januar Stück für Stück auf einen Level, den er seit Oktober in etwa hält und der immer wieder Werte um die 80 Dollar erreichte. Damit lagen die Rohölnotierungen im 4. Quartal mehr als doppelt so hoch wie im Januar 2009.

Heizöl: Schwefelarm erhöht Marktanteil
Deutlich moderater gestalteten sich die Heizölpreise im deutschen Wärmemarkt. Sie stiegen seit Jahresbeginn um rund 40 Prozent und lagen im Dezember erstmals wieder über denen des Vorjahres. Nachdem Mitte Dezember eine leichte Beruhigung eingetreten war, kletterten die Heizölpreise Ende des Monats wieder auf die Jahresrekordwerte von Oktober 2009.
Erfreulicher Trend dabei: Der Preisunterschied zwischen dem bisherigen Standardheizöl mit einem Schwefelgehalt von 1.000 ppm und dem schwefelarmen Heizöl ist im bundesdeutschen Durchschnitt deutlich geschrumpft. Lag er im Dezember 2008 noch bei über 11 Prozent, kostete schwefelarmes Heizöl ein Jahr später nur noch rund drei Prozent mehr.
Bessere Qualität und mehr Umweltschutz für kleineres Geld – ein echter Vorteil für die Heizölkunden. Voraussetzung dafür war die Marktentwicklung. Während der Anteil schwefelarmer Ware am bundesdeutschen Heizölabsatz im Oktober 2008 noch bei rund zwei Prozent dahin dümpelte, betrug er im Oktober 2009 bereits stattliche 38 Prozent – Tendenz steigend.
Die regionalen Marktbedingungen sind indes sehr unterschiedlich. Dort, wo logistische Mehraufwendungen höhere Kosten verursachen, besteht begründeter Weise auch noch ein Preisunterschied zwischen den Qualitäten.
Im Jahresdurchschnitt war Heizöl fast 45 Prozent preiswerter als 2008. Die Heizölkunden nutzten die günstigen Preise vor allem in der ersten Jahreshälfte und füllten ihre Bestände nach dem kalten Winter zu günstigen Konditionen auf. (Vgl. Dazu Entwicklung des Mineralölabsatzes 2009)

Erdgas: Ruhe vor dem Sturm?
Auch die Erdgaspreise blieben unter denen von 2008 – im Bundesdurchschnitt um rund vier Prozent. Im Dezember ging der Preis für Erdgas nochmals leicht zurück. Allerdings wird nach Experteneinschätzung die Phase sinkender Gaspreise im neuen Jahr zu Ende gehen.
Auch wenn die Zahlen etwas abweichen: der Trend ist klar: Strom und Gas kosten im bundesdeutschen Durchschnitt ab Januar 2010 deutlich mehr. Ob check24.de, toptarif.de oder Verivox, die Verbraucherportale sind sich einig. Dabei stehen Preiserhöhungen auch Preissenkungen gegenüber. Der Wettbewerb zwischen den leitungsgebundenen Energieträgern nimmt also weiter zu, weswegen die Portale zu verstärktem Anbieterwechsel aufrufen. Dennoch bleibt die Preisprognose grundsätzlich nach oben gerichtet.
Laut Medienberichten geht der Energieexperte des Bundesverbandes Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, davon aus, dass die Gaspreise in den kommenden Monaten um bis zu 15 Prozent steigen werden. Als Grund sieht er die vertragliche Bindung der Importpreise an den gestiegenen Ölpreis.
Langfristigen Verträgen mit den Förderländern stehen indes preiswerte Gasangebote an den Spotmärkten gegenüber. Auch das dürfte den Wettbewerb anheizen, da Anbieter dies nutzen können, solange die auf den Märkten verfügbaren Gasmengen hoch bleiben. Doch der Markt kann sich auch schnell drehen, wie die Analysten der Commerzbank betonten. So gingen nach einer Ankündigung eventueller Angebotsengpässe durch den britischen Gasnetzbetreiber National Grid dort die Gaspreise für unmittelbare Lieferungen um mehr als 30 Prozent nach oben.

Holzpellets verteuerten sich
Nicht nur im Dezember, sondern auch im Jahresdurchschnitt kletterten die Preise für Holzpellets 2009 leicht nach oben. Im Mittel kosteten die kleinen Presslinge rund 14 Prozent mehr als 2008, wobei im Juni 2009 der preiswerteste Monat des Jahres war. Insgesamt lässt sich in den vergangenen zwei Jahren (2008/2009) die Tendenz erkennen, dass Holzpellets in den Sommermonaten günstiger waren als während der Heizperiode.

Flüssiggaspreise sanken
Obwohl die Flüssiggaspreise im zweiten Halbjahr 2009 kräftig zulegten, blieben sie im Jahresdurchschnitt unter denen von 2008. Eher als beim Heizöl zeigt sich beim Flüssiggas die zum Vorjahr gegenläufige Preisentwicklung. Flüssiggas zu Heizzwecken erweist sich indes nach den Erhebungen von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau langfristig als der vergleichsweise teuerste Energieträger. Wobei auch hier im Wettbewerb sehr unterschiedliche Preise erzielt werden.

Fernwärme günstiger als 2008
Der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) beweist: Fernwärme kostet im Westen 9,7 Prozent und in den neuen Bundesländern 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach wie vor ist Fernwärme im Osten deutlich teurer als im Westen. Innerhalb der einzelnen Regionen unterscheiden sich die Preise signifikant. Die Preisspanne reicht im Westen von 45,83 Euro/MWh bei den Stadtwerken Münster bis zu 77,62 Euro/MWh bei den Stadtwerken Pforzheim.
Entgegen der Preisreduzierung in diesem Jahr steigen die Fernwärmekosten langfristig gesehen an. Seit 2005 legten die Preise im Durchschnitt kumuliert um mehr als 30 Prozent zu. Der VEA vergleicht jedes Jahr die Konditionen der größeren gewerblichen und industriellen Kunden für den Fernwärmebezug in 100 Versorgungsgebieten.
Auch für die Endverbraucher lagen nach den Erhebungen von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau 2009 die Fernwärmepreise – im Bundesdurchschnitt per Dezember um rund drei Prozent unter denen des Vorjahres. Allerdings konnte hier kein prinzipielles Ost-West-Gefälle festgestellt werden. Die Fernwärmetarife in Sachsen und im Saarland lagen 2009 durchschnittlich rund 24 Prozent über denen von Berlin und Hamburg.

Den Preiserhebungen der BRENNSTOFFSPIEGEL-Redaktion liegen monatlich rund 1.400 Einzeldaten zugrunde. Dies liefert einen umfassenden und neutralen Überblick über die Entwicklung der Energiekosten für private Endverbraucher im deutschen Wärmemarkt.
Die Preise für Holz und Braunkohlenbriketts lagen zu Redaktionsschluss noch nicht vor.

Der Schnellvergleich
Soviel kostete die Wärme im deutschen Endkundenmarkt
Energiepreise im bundesdeutschen Durchschnitt,
Vergleichsbasis: Energiemenge von 3.000 Liter Heizöl EL, inkl. MwSt. in Euro

Stichtag 10. November 2009 08. Dezember 2009 10. Dezember 2008
Heizöl EL (3.000 Liter – 1.000 ppm Schwefelgehalt) 1.745,95 1.704,38 1.530,82
Heizöl EL (3.000 Liter - schwefelarm) 1.779,63 1.755,33 1.704,28
Erdgas: (33.540 kWh, inkl. Grundpreis) 2.014,65 2.011,83 2.628,14
Flüssiggas: (4.603 Liter) 2.953,15 3.009,00 2.467,35
Holzpellets (6100 kg - DINplus) 1.382,27 1.404,41 1.336,09
Fernwärme (27.820 kWh) 2.326,81 2.326,81 2.398,47


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